Angebot erstellen kostenlos: der ehrliche Weg vom Muster zur fertigen Rechnung
Für ein, zwei Angebote reicht eine Gratis-Vorlage. Wer regelmäßig Angebote schreibt und daraus per Klick Rechnungen macht, startet besser mit einem richtigen Programm — ebenfalls kostenlos über die Testphase.
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Kurz & knapp
Wenn aus dem Angebot später eine Rechnung werden soll, wandelt sevDesk beides per Klick um — GoBD-konform und kostenlos über die Testphase startbar.
Die ehrliche Antwort vorweg: Ein Angebot kostenlos schreiben geht sofort — mit einer Word- oder Google-Docs-Vorlage oder einem Gratis-Muster. Das kostet nichts und reicht völlig, wenn du nur gelegentlich ein Angebot verschickst. Erst wenn du regelmäßig Angebote stellst, Nummern sauber durchzählen und aus dem angenommenen Angebot direkt eine Rechnung machen willst, lohnt sich ein echtes Programm statt einer losen Vorlage.
Was du brauchst
Ein Angebot ist kein bloßer Preiszettel, sondern ein rechtlich relevantes Dokument. Damit es professionell wirkt und im Streitfall belastbar ist, gehören ein paar feste Angaben hinein. Fehlt davon etwas, wirkt das Angebot unseriös oder lässt Spielraum für Missverständnisse über Leistung, Preis oder Gültigkeit.
Deine Absenderdaten
Vollständiger Name oder Firmenname, Anschrift, Kontaktweg und — falls vorhanden — deine Steuernummer oder USt-IdNr. So weiß der Kunde sofort, mit wem er es zu tun hat.
Empfänger & Angebotsnummer
Name und Adresse des Kunden plus eine eindeutige Angebotsnummer. Die Nummer hilft dir später, das Angebot der richtigen Rechnung zuzuordnen.
Klare Leistungsbeschreibung
Jede Position einzeln mit Menge, Einzelpreis und Gesamtpreis. Je präziser, desto weniger Rückfragen — und desto schwerer wird es später, den Umfang zu bestreiten.
Preise, Steuer & Summe
Netto, Umsatzsteuer und Bruttosumme getrennt ausweisen. Als Kleinunternehmer stattdessen der Hinweis nach § 19 UStG, dass keine Umsatzsteuer berechnet wird.
Gültigkeitsdauer
Bis wann gilt das Angebot? Eine Frist wie „gültig bis 30 Tage nach Ausstellung“ schützt dich vor Preisen, an die du dich Monate später nicht mehr binden willst.
Zahlungs- & Lieferbedingungen
Wann ist zu zahlen, wie lange dauert die Lieferung, gelten deine AGB? Diese Punkte gehören ans Ende — sie klären Erwartungen, bevor der Auftrag startet.
Schritt für Schritt: vom leeren Blatt zum versendeten Angebot
Weg wählen
Einmalig? Nimm eine Vorlage. Regelmäßig, mit Rechnung im Anschluss? Nimm ein Programm wie sevDesk oder Lexware und starte mit der kostenlosen Testphase.
Stammdaten einmal hinterlegen
Trage deine Absenderdaten, dein Logo und deine Steuerangaben ein. In einem Programm musst du das nur einmal tun — jede Vorlage füllt sich danach automatisch.
Positionen erfassen
Leistungen einzeln eintragen, Mengen und Einzelpreise setzen. Die Summe mitsamt Umsatzsteuer rechnet ein Angebotsprogramm automatisch aus — beim manuellen Muster musst du selbst nachrechnen.
Gültigkeit & Konditionen ergänzen
Frist, Zahlungsziel und Lieferbedingungen einfügen. Prüfe die Rechtschreibung des Kundennamens — ein Tippfehler hier wirkt unaufmerksam.
Als PDF exportieren
Verschicke das Angebot immer als PDF, nie als bearbeitbare Word-Datei. So bleibt das Layout erhalten und niemand kann versehentlich etwas verändern.
Nachfassen & umwandeln
Läuft die Frist, freundlich erinnern. Sagt der Kunde zu, wandelst du das Angebot in einem Programm mit einem Klick in eine Rechnung um — kein zweites Mal tippen.
Typische Fehler & worauf du achten solltest
Die meisten Angebote scheitern nicht am Preis, sondern an Kleinigkeiten. Wer diese Stolperfallen kennt, wirkt sofort professioneller — und spart sich Ärger, wenn ein Kunde später Fragen stellt.
Der häufigste Fehler ist die fehlende Gültigkeitsfrist. Ohne sie kann ein Kunde theoretisch Monate später auf einen längst überholten Preis pochen. Zweitens: eine schwammige Leistungsbeschreibung. „Webseite erstellen“ für 2.000 Euro lädt zum Streit ein — besser die einzelnen Bausteine auflisten, damit klar ist, was enthalten ist und was nicht.
Ein dritter Klassiker betrifft die Umsatzsteuer. Kleinunternehmer, die den § 19-Hinweis vergessen, verwirren ihre Kunden; Regelbesteuerte, die Netto und Brutto vermischen, sehen unprofessionell aus. Achte außerdem darauf, Angebot und spätere Rechnung sauber zu verknüpfen — genau hier trennt sich eine lose Vorlage von einer echten Lösung.
Wenn dein Angebot vor allem optisch überzeugen soll — etwa ein Design-Pitch oder ein visuelles Konzept — kann ein Gestaltungstool die bessere Wahl sein als ein Buchhaltungsprogramm. Geht es dir dagegen um saubere Zahlen und den nahtlosen Übergang zur Rechnung und Buchhaltung, führt an einem Angebotsprogramm kaum ein Weg vorbei. Wer ohnehin seine EÜR selbst erstellen will, profitiert doppelt: dieselbe Software deckt Angebot, Rechnung und Gewinnermittlung ab.
Häufige Fragen zum kostenlosen Angebot erstellen
Kann ich ein Angebot wirklich komplett kostenlos schreiben?
Ja. Eine Word- oder Google-Docs-Vorlage kostet nichts, und viele Angebotsprogramme bieten eine kostenlose Testphase. Für den Dauerbetrieb fällt bei den Programmen danach in der Regel eine Gebühr an.
Reicht ein Angebot als Muster kostenlos aus dem Netz?
Für den Einstieg ja. Ein gutes Angebot-Muster kostenlos zeigt dir alle Pflichtangaben. Sobald du mehrere Angebote pro Monat schreibst, wird das manuelle Ausfüllen aber schnell fehleranfällig.
Was ist der Unterschied zwischen Vorlage und Angebotsprogramm?
Eine Vorlage füllst du jedes Mal von Hand. Ein kostenloses Angebotsprogramm hinterlegt Stammdaten, zählt Nummern automatisch hoch und wandelt das Angebot später in eine Rechnung um.
Muss ich Umsatzsteuer im Angebot ausweisen?
Als regelbesteuertes Unternehmen ja — mit Netto, Steuersatz und Brutto. Als Kleinunternehmer weist du keine Umsatzsteuer aus, ergänzt aber den Hinweis nach § 19 UStG.
Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?
Üblich sind 14 bis 30 Tage. Eine klare Frist schützt dich davor, an alte Preise gebunden zu sein, und gibt dem Kunden zugleich einen sanften Anlass zur Entscheidung.
Welche Software passt, wenn ich auch Rechnungen schreibe?
Eine, die Angebot und Rechnung verbindet. Angebot erstellen und die Umwandlung in eine GoBD-konforme Rechnung aus einem Guss sparen doppelte Arbeit — genau dafür ist eine Angebot-erstellen-Software gedacht.
🕒 Stand: Juli 2026.